Du betrachtest gerade Startup-Boom zeigt: Deutschland hat Gründergeist – jetzt braucht es Rückenwind aus der Politik.
Vanessa Zobel am 18.06.25 im Wahlkreis Stade I – Rotenburg II (30). / Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Startup-Boom zeigt: Deutschland hat Gründergeist – jetzt braucht es Rückenwind aus der Politik.

Bundestagsabgeordnete Zobel: Startups auch im ländlichen Raum gezielt stärken

Die aktuellen Zahlen des Startup-Verbands senden ein starkes Signal: 2025 war ein Rekordjahr für Neugründungen in Deutschland. Mehr als 3.500 neue Startups stehen für Mut, Ideenreichtum und wirtschaftlichen Aufbruch. Das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegt Deutschland sogar über dem bisherigen Rekordjahr 2021.

Dazu erklärt die Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel, Berichterstatterin für Startups und Startup-Finanzierung sowie Mitglied im Wirtschaftsausschuss: „Diese Entwicklung macht Mut. Sie zeigt, wie viel Unternehmergeist in unserem Land steckt. Startups schaffen Arbeitsplätze, treiben neue Technologien voran und sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Die Gründungszahlen steigen in fast allen Bundesländern. Besonders stark ist der Zuwachs in Bayern mit knapp 250 Neugründungen, ein Plus von 46 Prozent. Nordrhein-Westfalen legt um 33 Prozent zu. Sachsen verzeichnet 43 neue Startups und damit ein Wachstum von 56 Prozent. München liegt 2025 pro Kopf erstmals deutlich vor Berlin mit 121 Neugründungen. Auch Düsseldorf und forschungsnahe Standorte entwickeln sich dynamisch.

Niedersachsen verzeichnet ein Plus von 16 Neugründungen, das entspricht einem Wachstum von 11 Prozent. Zobel: „Das ist ein erfreulicher Schritt nach vorn und zeigt, welches Potenzial in unserer – oft ländlichen – Region steckt. Darauf lässt sich aufbauen.“

Besonders stark wächst der Software-Sektor. Die Zahl der Neugründungen stieg hier von 618 auf 853. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine immer größere Rolle: Mehr als jedes vierte neue Startup nutzt KI als festen Bestandteil seines Geschäftsmodells. Auch die Bereiche Medizin und Ernährung gewinnen an Bedeutung. Gerade im Gesundheitswesen eröffnet KI neue Chancen, etwa bei der Früherkennung von Krankheiten oder der Entlastung von Pflege und Ärzten.

Für Zobel ist klar: Dieser Aufschwung braucht politische Unterstützung. „Gute Ideen dürfen nicht an Formularen, langsamen Verfahren oder fehlendem Wagniskapital scheitern. Wir müssen Gründen einfacher, schneller und verlässlicher machen.“

Dabei richtet sie den Blick bewusst über die Metropolen hinaus. „Innovation entsteht nicht nur in Berlin oder München. Auch der ländliche Raum hat kluge Köpfe, starke Netzwerke und enormes Potenzial.“

Ihr Fazit: „Startups sind kein Großstadtprojekt. Sie sind eine echte Chance für unseren Wahlkreis und für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes.“

Zur Person: Vanessa Zobel (37) ist seit der Bundestagswahl am 23.02.2025 direkt gewählte Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen. Die gelernte Bankkauffrau gewann für die CDU den Wahlkreis 30 Stade I – Rotenburg II mit 36,3 Prozent.

Bild (c) Tobias Koch